Privat? PRIVAT Ausstellungseröffnung in der Schirn Kunsthalle

Privat! Die lezten Tage habe ich mich – passend zu diesem Blogbeitrag hier – etwas ins Privatleben zurückgezogen. Es gab viel zu tun und es fehlte mir leider an Muße und ausreichend Zeit um hier einen Beitrag zu posten, meine Lieblingsblogs zu kommentieren, Emails und Nachrichten zu beantworten.  Ich bin noch dabei meinen neuen Rhythmus zu finden…

Und hier etwas privates: Es ist gerade nicht so einfach meine bisherigen Aktivitäten, Familienleben, neuerdings wieder eine 40h Arbeitswoche (Überstunden nicht mitgerechnet), Zeit für mich selbst, Zeit für Freunde, Zeit für den Ehemann, ausreichend Schlaf …auch und etwas mehr Sport wäre auch nicht schlecht… unter einem Hut zu bekommen. Falls hier jemand ein Patentrezept für mich hat, möge er es mir gerne mitteilen.  Ich fürchte nur: Es gibt keines. Also werde ich wohl einfach weiter Terminkalender-Tetris spielen.

So… genug Vorgeplänkel. Es gibt einiges aufzuholen. In der letzten Woche, genauer gesagt am 31.10.12 war ich zu Gast bei der sehr spannenden „PRIVAT“ Ausstellungseröffnung in der Schirnkunsthalle in Frankfurt. Gezeigt werden zeitgenössische Werke. Es geht um Themen, die eigentlich jeden der diesen Blog hier liest oder selbst einen betreibt, interessieren dürften. Was ist heute eigentlich noch privat?

„Privat – das ist heute fast schon ein Wort aus der Vergangenheit. Kaum noch zutreffend in Zeiten, da alles auf Facebook gepostet wird, vom Lieblingskochrezept bis zum aktuellen Beziehungsstatus. Exhibitionismus, Selbstenthüllung, Erzähllust, Zeigefreude und Voyeurismus sind soziale Strategien unserer Zeit, in der längst ein Strukturwandel der Öffentlichkeit stattgefunden hat.“ (Schirn) 

Also ich fühle mich hier durchaus angesprochen. Ich betreibe einen Blog, habe einen öffentlichen (Green Pink Orange) und einen privaten Facebookaccount und  nutze weitere Social Media wie Twitter und Pinterest. Ich ziehe trotzdem Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichen. Teilweise sind diese fließend, es gibt einige  Überschneidungen. Eine Gratwanderung. Dennoch denke ich, dass einige Sachen privat sind und es auch bleiben sollten: Meine Familie, mein Kind (ich poste hier nie Portrait-Bilder von Ihr), Freunde, Dinge von denen ich entscheide, dass sie privat sind … gerade wollte ich schreiben „private Dinge“… aber was genau ist heute eigentlich noch privat?

Ich kann es nicht genau sagen. Ich versuche es mal mit dem Ausschlussprinzip: Für mich sind es die Dinge, die ich nicht öffentlich mache. Es gibt da für mich verschiedene Grade von Privatheit. Es ist letztlich alles eine Frage des Verteilerkreises… man denke einmal an das Prinzip der Emailverteiler: z.B. die WWW-Öffentlichkeit, Arbeitskollegen, Bekannte, Freunde oder bestimmte Gruppen von Freunden, Familie, Partner oder gar nur ich selbst.

Hier nun endlich einge Bilder von der Ausstellungseröffnung. Danach ging es noch mit dem VIP-Shuttle zu einer Party in den Saasfee Pavilion. Aber Sorry… privat.


Ein bekanntes Gesicht ist mir auch über den Weg gelaufen: JANNIS PLASTARGIAS, Autor und Blogger
Give him some traffic:
www.schmerzwach.blogspot.de

Für alle die mehr wollen: Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf http://www.schirn-magazin.de/

Hier gibt es ganz exklusiv zwei speziell für das Online-Magazin der Schirn konzipierte Kunstprojekte der Künstler  Leo Gabin und Edgar Leciejewskidie Wöchentlich werden die drei Künstler des belgischen Kollektivs Leo Gabin auf dem Schirn-Mag Fundstücke aus dem World Wide Web vorstellen. Vom YouTube-Ausschnitt bis zum fertigen Video kann die Öffentlichkeit am Entstehungsprozess einer neuen Arbeit teilhaben. Edgar Lecie-jewski wird öffentlich ein Photo-Tagebuch führen.

4 Kommentare

  1. Eine sehr interessante Ausstellung. Über das Thema denke ich in letzter Zeit auch viel nach. Gerade Instagram „verführt“ ja doch dazu, viel Privates öffentlich zu posten. Bin sehr gespannt, wie sich die ganze Digitalisierung weiterentwickeln wird.

    Liebe Grüße
    Dani, die sich freut, wenn Du mal wieder auf dem Lady-Blog vorbeischaust. 🙂

    • Bei Instagram bin ich ja noch nicht aktiv… denke im Moment noch nicht darüber nach.

      Ich habe bald auch wieder mehr Zeit zum Kommentieren, versprochen! : )

  2. oh sehr guter post! den grat zwischen privatleben und blogleben zu meistern ist nicht immer einfach bzw. muss man sich ja im klaren sein, dass im internet nicht so schnell vergessen wird. ich für mich habe auch entschieden, dass mein ehemann, familie, freunde, arbetiskollegen tabu sind. ich sehe es als eine art „tagebuch“ für mich selbst und post nur das, was ich auch mit anderen teilen möchte. der rest ist privat, aber sowas von! 🙂

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