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Kunst & Kultur

„Die Göttliche Komödie“ im MMK Frankfurt

Jetzt aber schnell! Die wirklich sehr empfehlenswerte Austellung „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler“ im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main ist nur noch bis morgen Abend 18.00 Uhr geöffnet, bevor sie in Folge an vier weiteren internationalen Ausstellungsorten zu sehen sein wird. Ich selbst habe mir sie schon im April angeschaut und war begeistert. Mit afrikanischer Gegenwartskunst hatte ich zugegebenermaßen zuvor noch keinen Kontakt und war wirklich angenehm überrascht und beeindruckt zugleich, dass diese doch wenig mit den zunächst assoziierten afrikanischen Masken und Folklorekunst jeglicher Art zu tun hatte.

Worum es geht: Mit der Ausstellung  wird das MMK zum Schauplatz Dantes „Göttlicher Komödie“: In diesem Epos aus dem frühen 14. Jahrhundert, das zentrale Gedanken des Christentums mit Glaubensvorstellungen aus der Antike verbindet, setzt sich der italienische Dichter Dante Alighieri  mit theologischen, philosophischen und moralischen Fragen auseinander, die bis heute von gesellschaftlicher und politischer Brisanz sind. Ich selbst habe das Werk noch nicht gelesen, allerdings steht es auf meiner To-Read-List. Im MMK Shop ist es in zahlreichen verschiedenen illustrierten Versionen, bis hin zur Graphic Novell erhältlich.

Auf drei Etagen, denen jeweils das Paradies, die Hölle und das Fegefeuer zugeordnet sind, werden Arbeiten in unterschiedlichen Medien präsentiert: Malerei, Fotografie, Skulptur, Videoarbeiten, Installationen und Performances.Ausgehend von ihren unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen untersuchen die Künstlerinnen und Künstler einzelne thematische Sequenzen der Göttlichen Komödie.

Einige der Werke die mich am meisten bewegt haben, sowie einige Schnapschüsse der großartigen Architektur des MMK, habe ich hier einmal zusammengestellt.

Leider Ohne Bild (… da es nun mal eine Soundcollage war… )  ein für mich hochinteressantes Werk aus dem Bereich des Fegefeuers.  Frances Goodman The Dream: Gemütlich kann man in einer Niesche Interviewefragmenten lauschen, die um Themen kreisen die, mir als Anfang 30 Frau innerhalb meines Freundeskreises der einerseits aus Ü30-Singles, Verheirateten oder schon wieder Geschiedenen besteht,  nicht gerade fremd sind. Es geht um die ambivalenten Gefühle, die Frauen mit dem Heiraten verbinden. „Das ist das, was Frauen tun – sie heiraten“ sagt einer der Stimmen. „Ich werde älter, mein Verfallsdatum läuft ab“ oder auch „Als Single bin ich viel glücklicher. Ich muss mich für  nichts rechtfertigen, ich muss niemanden gefallen.“ Auch nett: „Ich war mit meiner Mutter aus und eine ihrer Freundinnen wunderte sich über eine über 30jährige, die nicht verheiratet war und keine Kinder hatte. Ich selbst fand das auch sehr merkwürdig.“ Ein wahrhaftes Fegefeuer aus gegensätzlichen uns sich gegenseitig ausschließenden Möglichkeiten und Lebensentwürfen ist das in dem wir uns da bewegen. Spannend…

Ich könnte jetzt noch diverse Sachen aufführen, kann aber nur raten sich morgen noch schnell ins MMK zu begeben. Geöffnet ist von 10-18.00  Uhr.
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MMK Museum für Moderne Kunst
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
Telefon +49 69 21230447
Fax +49 69 212 37882
E-Mail: mmk(at)stadt-frankfurt.de

http://www.mmk-frankfurt.de

  • Reply
    Karina
    28. Juli 2014 at 09:07

    Das klingt aber spannend! Vielen Dank für die kurze Zusammenfassung. Tolle Bilder hast Du wieder gemacht. LG S.

    • Reply
      Green Pink Orange
      28. Juli 2014 at 11:31

      Danke sehr liebe Karina! Ich freue mich immer über motivierende Kommentare : )
      LG, Antje

  • Reply
    skFFM
    27. Juli 2014 at 10:18

    Ich habe die Ausstellung am gestrigen saTOURday doch noch spontan besucht und sie hat mir sehr gut gefallen. Interessanterweise hatten mich zuvor Thema, Texte, Plakate, Werbungen etc. nicht so sehr angesprochen, denn sonst bin ich eigentlich immer recht schnell im MMK anzutreffen, wenn eine neue Ausstellung beginnt.

    • Reply
      Green Pink Orange
      28. Juli 2014 at 08:55

      Mir gibt es damit ähnlich… wäre ich nicht der MMK Sunset gewesen, so hätte ich ich wohl auch nicht den Weg dorthin gefunden. Mit “afrikanischer Gegenwartskunst” konnte ich vorher auch wirklich nichts anfangen. Absolute Überraschung. Ich fands großartig.

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