EinBlick – der Mannheimer Künstler Falk Kastell öffnet sein Atelier

Mannheim ist eine Stadt, die in puncto Kunst und Kultur einiges zu bieten hat. Das Mannheimer Nationaltheater überrascht immer wieder mit seinen innovativen Programmen, es gibt viele kleine Galerien in den einzelnen Stadtteilen und die Eröffnung der neuen, lichtdurchfluteten Mannheimer Kunsthalle ist auch gerade erst ein paar Wochen her. Viele junge Talente treffen hier auf ein offenes und neugieriges Publikum.

Einen dieser Künstler habe ich vor drei Jahren eher zufällig über gemeinsame Freunde in Berlin kennengelernt: Falk Kastell. Sein Wesen und seine Arbeit haben mich von Anfang an fasziniert und seit unserem Kennenlernen pflegen wir unseren freundschaftlichen Kontakt. Falk lebt und arbeitet in Mannheim. Zuletzt waren seine fotografischen Arbeiten zusammen mit denen Horst Hamanns anläßlich des 125-jährigen Engelhorn-Jubiläums im gleichnamigen Mannheimer Modehaus zu sehen. Einige dieser Arbeiten sind dort im 4. und 5. OG immer noch ausgestellt.

Horst Hamann befand sich in einer Druckerei um Probeabzüge zu besichtigen, die er für eine Ausstellung hatte anfertigen lassen. Dort lag auch ein Werk von Falk Kastell. Hamann war davon so begeistert, dass er Falk Kastell als Newcomer für das Jubiläumsprojekt engagieren lies.

Als ausgebildeter Tänzer findet Falk häufig Inspiration im Ballett. Die Liebe zum Tanz teilt er auch mit dem Choreographenduo Kevin O’Day und Dominique Dumais, das 15 Jahre lang die Sparte Tanz am Nationaltheater Mannheim geleitet hat. Aus dieser Gemeinsamkeit entstanden Aufträge der beiden Choreographen wie zum Beispiel eine Videoinstallation zu Kevin O’Days Stück „Die vier Jahreszeiten“. 2017 verabschiedete sich das Künstlerpaar vom Nationaltheater. Anläßlich dieses Abschieds bat Dominique Dumais Falk Kastell um die Schaffung eines Gemälde von 8 Meter Länge und 3,20 Meter Höhe, das in chronologischer Reihenfolge die Lebensgeschichte Frieda Kahlos erzählt. Die auf dem Gemälde abgebildeten Figuren und Kleider sind inspiriert von den Tänzern des gleichnamigen Balletts von Dominique Dumais und zu jeder Vorstellung wurde die riesige, von zwei Seiten bemalte Leinwand in das Theater Foyer gehängt. Auch mit John Neumeier in Hamburg – Hach! – durfte Falk bereits zusammenarbeiten.

Neben der Fotografie und Malerei faszinieren mich persönlich auch besonders die Zeichnungen, die Falk mit einer unglaublich durchdringenden und pointierten Aussagekraft in Minutenschnelle auf das Papier bringt. Falk erweitert den Gedanken des Ateliers auch in andere Räume – vom Café an der nächsten Ecke über die großen Museen und Fashion Week in Paris, Mailand und London bis hin zu den Ateliers großer Haute Couture Häuser – die er schon mehrfach besuchen durfte. Bei seinen Reisen haben es ihm vor allem Inseln „von besonderer Schönheit“ (Zitat des Künstlers) wie Kuba und Island angetan – sie finden sich oft in seinen Fotografien wieder.

Nun bietet sich die einmalige Gelegenheit Falk Kastells Arbeiten aus nächster Nähe zu sehen und mit ihm ins Gespräch zu kommen – er öffnet exklusiv zwei Wochen lang sein Atelier hier in Mannheim für die Öffentlichkeit.

Die Eröffnung findet am Samstag, den 04. August 2018 um 17 Uhr im Rahmen eines „Open House“ Events statt. Neben Werken aus den Bereichen Fotografie und Malerei wird es an diesem Abend auch gute Musik und eine kleine, aber exklusive Tanz-Performance geben. Es lohnt sich also auf jeden Fall vorbei zu schauen!

Das Atelier ist bis einschließlich Sonntag, den 12. August 2018 täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Bei Interesse können einzelne Stücke auch käuflich erworben werden. Wer sich vorab einen Überblick über Falk Kastells Arbeit verschaffen will, dem sei seine Homepage www.line-light.com empfohlen. Ich selbst habe mir meinen Favoriten übrigens schon ausgesucht.

Atelier Falk Kastell
S4, 17, 68161 Mannheim
www.line-light.com

(Photo credits: Falk Kastell)

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