Ein Wochenende in Paris #1

Nach einer sehr entspannten Zugfahrt (3,5 h ohne Umsteigen mit dem ICE ab Frankfurt am Main Hauptbahnhof) und der Ankunft am Gare de l’Est gegen 13.30 Uhr ging es mit dem Taxi innerhalb von knapp 10 Minuten erstmal ins Hotel. Schneller und entspannter kommt man von Frankfurt kaum nach Paris..kein Check in…kein Anstehen, keine Kontrollen, kein Warten aufs Gepäck, keine ewigen S-Bahn oder Taxi Fahrten. Sehr schön.

Die Tickets bucht man am besten unter www.tgv-europe.de.Was sofort auffiel: Gesittetes Schlange-stehen am Taxistand vorm Bahnhof. Sowas traut man doch sonst immer nur den Engländern zu. Das nenne ich zivilisiert.

Also dieses Schild verstehe ich nur zum Teil:  Vortritt haben Rollstuhlfahrer, Blinde, Taube…und Menschen mit Maske? Oder Schauspieler!? Oder vielleicht Menschen mit gespaltener Persönlichkeit? Verstehe ich nicht. Was meinen die denn nur?

Nach kurzer Pause im Hotel ging es zu Fuß in die Stadt in Richtung Opera Garnier auf der Suche nach einem Restaurant für ein verspätetes Mittagessen. Wir ließen uns schließlich völlig ausgehungert an einem schönen Aussensitzplatz mit Blick auf den Boulevard des Grand Cafe Capucines nieder. Wir befürchteten anfangs in einem fiesen, Touristenlokal gelandet zu sein, hatten aber weder Kraft noch Nerven für eine weitere Suche. Das Essen entpuppte sich dann doch als durchaus solide: Sehr frischer Fisch, eine tolle Auswahl an Austern (auch mit einem Laden zum Straßenverkauf) und ein leckeres Steak Tartare. Ich würde es nicht unbedingt als Geheimtip empfehlen, aber wir waren dann doch angenehm überrascht. Innen sehr opulent im Stil des Art Nouveau ausgestattet, die Opera Garnier nur 3 Minuten zu Fuß entfernt: Also auch gut geeignet für ein spätes Essen nach einem  Opernbesuch.

www.legrandcafe.com
4, Boulevard des Capucines

 

Wieder gut gelaunt und gestärkt ging es zu Fuß weiter in Richtung Rue du Faubourg Saint Honoré.

Auf dem Weg dorthin sind mir die vielen, wunderschönen, schmiedeeisernen Tore und Balkongeländer aufgefallen – wie dieses hier unten zum Beispiel, mit seinen fragilen Blättern.

Ist das die neue Blogger Statement-Kette für den Winter 2012/13? Vielleicht mit Jeans und T-Shirt? Das gute Stück kostet ca. 1500€ ( …oder waren es doch 15.000?) und ist aus synthetischen Steinen hergestellt. Mein Fall ist es jetzt nicht…aber sie ist schon sehr eindrucksvoll. Wer also seinen Millionen-Schmuck lieber im Safe als am Hals hat oder auffälligen Bühnenschmuck benötigt, den man auch noch in der allerletzten Reihe erkennen kann, der wird bei BURMA (Boulevard des Capucines, links neben dem Grand Cafe Capucines) fündig. www.bijouxburma.com

Ich liebe diese alten Schaufenster (Bild unten)!

So…und irgendwann hinter am Palais Royal ist es passiert…wir sind in die falsche Richtung gelaufen. Aber so haben wir wenigstens eine ganz wundervolle Ecke von Paris entdeckt. Die Rue St. Honore (ohne Faubourg). Dort ist es sehr hüsch und es gibt einige sehr entzückenden kleine Läden und Cafés. Sehr charmant.

Eine Seitenstraße der Rue St. Honoré nicht weit weg von Chatelet und Les Halles.

Ein toller Feinkostladen: Le Grandgousier, 54 rue Saint Honoré:

Hier haben wir dann doch irgendwann gemerkt, dass wir falsch sind und sind in die nächste U-Bahn zur Rue du Faubourg Sain Honoré gefahren…

Allerdings sind wir da auch wieder in die falsche Richtung gelaufen…und haben diesen wunderbaren Möbelladen mit tollen Einzelstücken (wahnsinnig tolle Beistelltische, Vasen mit scheinbar fliegenden Fischen, Filmscheinwerfer und verchromte Propeller ect. entdeckt.

Dieses verchromte Flugzeugteil mit den kleinen Fenstern hat mir auch gut gefallen.

This chrome plated airplane part with its little windows I really liked.

Pacific Compagnie
166 rue du Faubourg Saint Honoré
75008 Paris
Onlineshop: www.pacific-compagnie.net

Mhmmm…vielleicht hat mein Mann mich auch absichtlich in die falsche Richtung dirigiert…damit ich genau um 18.40 vor dem Hérmes FSH ankomme, genau 10 Minuten nach Ladenschluss!? Selbst wenn… ich hatte nach dem stundenlangen Spaziergang irgendwie auch keine Lust mehr auf Shopping. Immerhin habe ich im Maille Senf Laden eine sehr schicke schwarze Schürze mit goldener Mailler Stickerei bekommen. Wenn das nichts ist!
www.maille.com/boutique
Boutique Maille
6, place de la Madeleine

Danach ging es gleich weiter zu unserer Verabredung am Abend. Dazu schreibe ich noch einen extra post.

8 Kommentare

  1. Pingback: Pari shôkôgun – Das Paris-Syndrom | Green Pink Orange

  2. Klingt toll, ich würde so gerne mal wieder nach Paris fahren, aber von hier aus fährt man leider fast ’nen halben Tag… :-/

  3. Wirklich eine schöne Beschreibung. Nächstest Jahr fahren wir auch mit dem Zug übers Wochenende hin. Ich bin gespannt was Du noch schreibst. Dann kann ich mir sicherein paar Tipps abschauen.

  4. Well it looks very nice but a pity that you did not visit Colette close to The Costes in Bld Faubourg St Honoré a must not to miss about all new things about fasion , and all things table etc with nice café down. And the cour inside The Costes for a drink is fabulous to stop between all this walking! As usual we can not do everything but I remember that I told you that dear Gpr …..Xx

    • You are so right…I remember that too, but somehow… we walked in the wrong direktion….two times. Don’t know how this could happen. Next time I will make it right…mow I know where it is. : )

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