10xWUNDERBAR in Paris | Stefanie von Wietersheim

10xwunderbar

Heute erscheint der erste Teil der neuen Reihe „10xWUNDERBAR“ auf meinem Blog. Mit 10xWUNDERBAR werden künftig Gastautoren ihre 10 besten Tipps für Ihre Stadt, Wahlheimat oder Region mit uns teilen: Kulturelle Highlights, Shopping Tipps mit Stil, das Lieblings-Restaurant, eine schöne Bar, ein charmantes Café und natürlich ein nettes, kleines Hotel. Handverlesene Highlights fernab der ausgetretenen Touristenpfade und gerade genug Empfehlungen für ein wunderbares Wochenende.

Den Auftakt übernimmt mit 10xWUNDERBAR in Paris die Bestseller-Autorin und Kulturjournalistin Stefanie von Wietersheim. Gerade ist Ihr neues Buch „Grand Paris“ erschienen, das schon auf meinem Nachttisch darauf wartet gelesen zu werden.

10xWUNDERBAR in Paris:

  1. Restaurant: Loulou

Der herrlichste Ort für Déjeuner und Dîner inmitten von Mode- und Kunstliebhabern. Das elegante italienische Restaurant liegt im Musée des Arts Décoratifs im Louvre: im Sommer hat es eine wunderbare Terrasse mit Blick auf die Palastfassaden, im Winter sitzt man im eleganten Interieur des Designers Joseph Dirand. Raffinierte Gemüsegerichte, selbstgemachte Pasta, wunderbare Desserts. Speisekarte von Jean-Charles de Castelbajac gezeichnet, sogar die Toiletten einen Besuch wert.

www.loulou-paris.com

2.  Hotel: Providence

Das „Hotel Providence“ ist schon kurz nach seiner Eröffnung zu einer festen Größe unter den kleinen Designhotels geworden. Es liegt an einem Platz im 10. Arrondissement gegenüber von zwei Privattheatern, die 18 Zimmer und die Dachsuite mit Blick aus der Wanne auf Montmartre haben alle eine private Bar und überaus schicke Badezimmer. Hervorragendes französisches Frühstück, das auch im Zimmer serviert wird. In der Eingangshalle ein offener Kamin, gutes Mittagsmenü auf der kleinen Terrasse, auf weiß-blauem Gien-Porzellan serviert. Manchmal finden Fotoshootings oder Filmaufnahmen statt, viel zum Leuteschauen und Staunen.

www.hotelprovidenceparis.com

 3.  Mode: Le Bon Maché

Natürlich ist Kleiderkaufen in Paris absolut grausam schön, denn die Auswahl ist schier überwältigend und das Budget immer tendenziell zu klein. Gute Basics und die kleine Pariser „Folie“ finde ich in den Boutiquen von Claudie Pierlot, Tara Jarmon und Isabel Marant. Meine Freundinnen schicke ich immer zuerst ins Edel-Kaufhaus „Le Bon Marché“ am linken Seineufer, weil dort alle Trends geballt präsentiert werden und es längst nicht so überlaufen ist wie die „Galeries Lafayette“ und das „Printemps“ am Boulevard Haussmann auf dem rechten Seineufer. Das „Bon Marche“ ist unschlagbar bei der Dessous-Auswahl und in Zeiten des Ausverkaufs.

www.lebonmarche.com

4.  Interior-Boutique / Bar:  Cité de la Mode et du Design & Off Paris Seine

Ganz neu und mal anders. Nahe des Gare Austerlitz an der „Cité de la Mode et du Design“ vibriert die junge Design-Community der Stadt. Dort liegt auch das neue Hotelboot „Off Paris Seine“ mit seinem Tauchbecken, um das am Abend ein cooles Barleben stattfindet. Sehr lässig, mit Postkartenblick auf Fluss und Brücken.

www.offparisseine.com

5.  Einkaufen: Cire Trudon & Boutique Astier de Villatte

In der ältesten Kerzenmanufaktur des Landes findet man die schönsten handgemachten Kerzen für Tafel, Kaminsims und Bad: In allen Farben des Regenbogens, sogar Neon, als Wachsbüsten mit dem Antzlitz von Marie-Antoinette oder Voltaire oder als Duftkerzen. Dazu gibt es parfümierte Streichhölzer und Raumdüfte. Ich komme nie zurück ohne ein Mitbringsel aus der Boutique in der rue de Seine.

Boutique Astier de Villatte: Ein verzaubertes, edel-exzentrisches Universum ist diese Boutique in einem uralten Haus in der eleganten Rue St. Honoré. Handgemachtes Porzellan in neobarocken Formen, Duftkerzen, Wäschewasser, Papeterie, eine Wunderkammer für Menschen, die ausgefallene Dinge für das Haus lieben. Am schönsten sind die unterschiedlich geformten Ess- und Präsentationsteller, echte Sammlerstücke für einen schönen Tisch.

www.astierdevillatte.com

6.  Museum: Musée Nissim de Camondo

Weit, weit weg von den Touristenmassen lädt das Musée Nissim de Camondo zu einer Zeitreise in das 18. und 19. Jahrhundert ein. Zu Gast im ehemaligen Wohnhaus der Bankiersfamilie Camondo taucht man ein in die Anmut der Art de Vivre inmitten von Meisterwerken der französischen Kunstgeschichte: Gemälde von Vigée-Lebrun, Tafelsilber und Sèvres-Porzellan, Savonnerie-Teppiche, Möbel von Roentgen und Riesener hat man fast ganz für sich allein. Dazu kann man die ursprüngliche Küche und Wäscherei eines klassischen Pariser „Hôtel Particuliers“ besichtigen.

www.lesartsdecoratifs.fr/francais/musees/musee-nissim-de-camondo/

7.  Park: Schlosspark von Saint-Germain-en-Laye

Eine knappe halbe Stunde Fahrt mit der RER A – und man steht mitten im charmanten Schlosspark des Residenzstädtchens St-Gemain-en-Laye, dem Geburtstort Ludwigs XIV. Der große Le Nôtre legte Garten und eine meterlange Terrasse mit Logensicht über Paris an. Zu allen Jahreszeiten wunderschön zum Promenieren, auch im angrenzenden Jagdwald, wenn man genug von der rummeligen Innenstadt hat. Mal etwas anderes als Versailles. Und hinterher in der entzückenden Innenstadt bummeln, tolle kleine Boutiquen und großer Markt immer Dienstag, Freitag und Sonntag vormittag.

8.  Bücher: Librairie Galignani

Die prachtvollste französisch-englische Buchhandlung der Stadt liegt am Tuilerienpark. Seit 1801 kaufen hier Intellektuelle, Modeschöpfer, Künstler und elegante Damen Romane, Bildbände und Fachliteratur über Kunst. Der gerade verstorbene Pierre Bergé, Lebensgefährte von Yves Saint Laurent und großer Mäzen, war hier Stammgast.

www.galignani.com

9.  Musik: Philharmonie de Paris

Für klassische Live-Konzerte ist die neue, von Jean Nouvel gebaute „Philharmonie de Paris“ in La Villette im Norden der Stadt mit ihrem großen Saal in Weinbergform ein Muss. Spitzenensembles aus der ganzen Welt spielen hier, die Eintritsspreise sind erstaunlich moderat. Frühzeitig online Buchen ist ratsam.

philharmoniedeparis.fr

10.  Süßes: Pierre Hermé

Der Gourmet-Presse gilt er als Picasso der Patisserie. Zwar ist der aus dem Elsass stammende Zuckerbäcker in 20 Jahren von einem schüchternen jungen Mann zum Weltstar geworden – aber trotz allen Rummels ist er immer noch ein wahnsinnig netter Kerl auf der Suche nach Perfektion im Süßen. Für seine Macaron-Kollektionen stehen die Pariser geduldig lange in den Schlangen vor seinen Boutiquen. Unbedingt dazustellen! In der Rue de Bretagne hat er gerade eine neue Adresse eröffnet. Er bringt mehrmals im Jahr innovative Kuchenkreationen und Macaronvarianten heraus. Ich gehe dort lieber hin als zu Ladurée.

www.pierreherme.com/boutiques/

Über die Autorin:

Stefanie von Wietersheim, geboren 1970, ist Kulturjournalistin und Buchautorin. Nach ihrem Studium der Kulturwirtschaft in Passau und Tours und einem Zeitungsvolontariat arbeitete sie für Tageszeitungen und Hochglanzmagazine sowie in der Filmproduktion. Sieben Jahre lebte sie in Paris und Toulouse. Heute geht sie von ihrem Landhaus in Niedersachsen aus auf Reportage – wenn sie nicht gerade in ihrer Pariser Zweitwohnung sitzt und aus dem offenen Fenster die Passanten beobachtet. Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Bestsellern ihres Genres. Stefanie von Wietersheim schreibt als regelmäßige Autorin für die FAS über Kulturgeschichte, Design und Wohnen.

3 Kommentare

  1. Pingback: Worauf ich mich in 2017 noch freue – Green Pink Orange

  2. Was für schöne Empfehlungen und ganz traumhaft schön geschrieben. Bravo Stefanie! Einige davon kenne ich noch gar nicht, obwohl ich schon oft in Paris war. Ich freue mich Sie auszuprobieren! Übrigens eine ganz hervorragende Idee mit dieser neuen Serie Antje. Bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil.

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